Deine Website ist das digitale Aushängeschild deines Unternehmens – doch ob Kontaktformulare, Newsletter-Anmeldungen oder Tracking-Cookies: Du sammelst Daten. Die DSGVO Website Checkliste hilft dir, dabei keine rechtlichen Lücken zu lassen. In diesem Artikel bekommst du einen Leitfaden, um Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Banner, Formulare und technische Sicherheitsaspekte DSGVO-konform zu gestalten. Wer seine Hausaufgaben macht, spart sich Abmahnungen und Bußgelder, steigert das Vertrauen der Besucher und verbessert die SEO-Rankings (Google bevorzugt u. a. sichere HTTPS-Seiten). Also: Los geht’s mit dem Rundum-Check für deinen Internetauftritt.

Bulletpoints – DSGVO Website Checkliste
- SSL/TLS immer aktivieren
- Cookie-Banner mit echter Einwilligung
- Aktuelle Datenschutzerklärung (inkl. Tools & Plugins)
- Datensparsame Formulare
1. Impressum und Datenschutzerklärung
- Impressum: Nach §5 TMG bzw. §55 RStV musst du als Website-Betreiber deine Identität (Firma, Anschrift, Kontakt) klar angeben.
- Datenschutzerklärung: Sie informiert Besucher, welche Daten du zu welchem Zweck erhebst (Kontaktformulare, Cookies, Newsletter etc.). Achte auf:
- Verständliche Sprache
- Auflistung aller Tools (Tracking, Social Plugins)
- Rechtsgrundlagen (Art. 6 DSGVO)
- Kontakt zum DSB (falls vorhanden)
2. SSL/TLS-Verschlüsselung
Eine HTTPS-Verbindung ist Standard. Ohne SSL/TLS gelten alle Formulardaten als unverschlüsselt und damit unsicher. Moderne Browser markieren ungesicherte Seiten oft als „nicht sicher“. Für DSGVO-Zwecke ist eine verschlüsselte Übertragung unabdingbar – besonders bei Login-Feldern, Bestellungen, Kontaktformularen. Außerdem verbesserst du so dein SEO-Ranking.
3. Cookie-Banner & Tracking
- Essenzielle vs. optionale Cookies: Nur technisch notwendige Cookies (z. B. Session-Cookies für den Warenkorb) darfst du ohne Einwilligung setzen. Alles andere braucht ein Opt-in (z. B. Marketing, Analyse).
- Transparenz: Erkläre in deinem Cookie-Banner, wozu du Cookies nutzt und wie Nutzer sie ablehnen können.
- Consent Management: Nutze Tools wie Cookiebot, Borlabs, oder ähnliche, um Einwilligungen zu dokumentieren.
4. Kontakt- und Bestellformulare
- Datensparsamkeit: Frage nur Infos ab, die du wirklich brauchst. Pflichtfelder? So wenig wie möglich.
- Einwilligungshinweis: Weist du auf die Verarbeitung hin, ggf. Link zur Datenschutzerklärung?
- Double-Opt-in: Bei Newsletter-Anmeldung besser Double-Opt-in nutzen.
- SSL/TLS: Formularübermittlung nur verschlüsselt.
5. Technische Sicherheit (Art. 32 DSGVO)
- Aktuelle Systeme: Regelmäßige Updates von CMS (WordPress, Typo3) und Plugins.
- Starke Passwörter: Keine Standard-Logins wie „admin“. Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo möglich.
- Sicherheitsplugins: Firewalls, Malware-Scanner (z. B. WordFence für WordPress).
- Regelmäßige Backups: Speichere sie verschlüsselt, damit du bei einem Hackerangriff rasch wiederherstellen kannst.

6. Social Media Plugins
Wer Facebook-, Instagram- oder Twitter-Buttons einbindet, schickt häufig Daten an die jeweiligen Plattformen. DSGVO-konform sind:
- 2-Klick-Lösungen: Erst nach dem Klick des Nutzers wird das Plugin geladen.
- Cookie-Opt-in: Setze keine Tracking-Cookies ohne Einwilligung.
- Transparenz: Erwähne in der Datenschutzerklärung, welche Daten zu wem fließen.
7. Page Speed und UX
Zwar nicht direkt DSGVO, aber Google bezieht Nutzererfahrung in sein Ranking mit ein. Ein langsamer oder unübersichtlicher Webauftritt senkt die Verweildauer. Die DSGVO-Gesichtspunkte (z. B. kein Cookie-Spam, transparente Hinweise) können sich auch positiv auf die User Experience auswirken, wenn du es nutzerfreundlich umsetzt.

FAQ – DSGVO Website Checkliste
Üblich ist ein Link im Footer, der von jeder Unterseite zugänglich ist. Das reicht aus.
Ja, wenn dein Hoster Zugriff auf personenbezogene Daten haben könnte (was meist der Fall ist). Dann ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag verpflichtend.
Aktuell gibt es Urteile, dass das externe Laden von Google Fonts IP-Adressen überträgt. Besser hoste Fonts lokal, um DSGVO-Risiken zu minimieren.



